LogSeq und Zettlr

Vor einiger Zeit hab ich mir aus Neugier mal Logseq auf mein Arbeits-Notebook installiert. Normalerweise nutze ich Zettlr für Notizen und Dokumentation. Für "Zettelmenschen" ist das auch super und reicht. Insgesamt dreimal hab ich mit Logseq einen Anlauf versucht aber schlicht und einfach absolut nichts verstanden. Das ist eines dieser Programme wo du denkst "wow, das ist cool, ich weiß das, aber wie zur Hölle funktioniert das?!" und dann plötzlich ist der Groschen gefallen! Kernpunkt ist das Journal mit den tägliche Notizen, die man so in Besprechungen, Telefonaten, usw. reinhämmert (ich arbeite mittlerweile fast papierlos). Alles ist verlinkbar, die Suche ist irre schnell, das Teil ist mit Plugins erweiterbar, Opensource, richtig gut dokumentiert und mit sehr aktiver Weiterentwicklung. Ich bin schwer begeistert! Privat brauch ich das nicht, da passt Zettlr besser für Schnippselsammlung, aber auf Arbeit ist Logseq die Macht!

Logseq A privacy-first, open-source platform for knowledge management and collaboration.


Nope

Wie jetzt, kein Facebook, kein X, kein Insta oder Tiktok? Da ist doch "jeder!" Wieso ich nicht?

Meine Daten gehören mir, nicht irgendwelchen Firmen die meine Daten für ihre Zwecke auswerten, verarbeiten und weiterreichen.

Hier könnte jetzt in der Tat ein irrsinnslanger Text stehen, über Datensammelwut, über das systematische Ausforschen von Nutzerverhalten, über NSA und Herrn Snowden und legale/illegale Schnittstellen, über Geheimdienste und Regierungen, über überflüssiges Grundrauschen mit Spielständen und Foodporn in der Timeline, über private Fotos und was der "befreundete" Kollege besser nicht sehen sollte, über Kontakt halten zu hunderten von "Freunden", über Bilderrechte und die Vermarktung von Daten, über Filterbubbles und Socialgraph, über zentrale Serverfarmen, Kontaktpflege, "die wissen doch eh alles über mich", "ich hab nix zu verbergen", ... blablabla ....

Aber wozu sollte ich das tun? Wer aufmerksam das Tagesgeschehen verfolgt, weiß dass sich die Datensammelwut verschiedenster Firmen und Behörden unkontrolliert verselbstständigt hat. Und dass die so genannten "sozialen Netzwerke" natürlich gewinnorientiert arbeiten und nicht aus Selbstlosigkeit ihren Betrieb aufrechterhalten. Es werden Daten abgeschnorchelt wo es nur geht, Nutzerprofile erstellt und -verhalten ausgespäht. Es wird Meinungsmache mit Falschmeldungen betrieben, Hass, Diskreminierungen und faschistische Propaganda werden verbreitet. Und neuerdings kommt auch noch gefährlicher KI-generierter Quatsch dazu. Nicht nur von den betreibenden Firmen, sondern von jedem der Zugriff auf diese Daten hat. Und wer weiß schon wer morgen deine Daten hat!

Wer weiterhin diesen Irrsinn mitmachen möchte, bitte schön, viel Spaß dabei. Aber jammert hinterher nicht rum.

Allen anderen empfehle ich: löscht eure Accounts (soweit das überhaupt möglich ist) und nutzt die Möglichkeiten des Fediverse, zb. Hubzilla, Friendica, Forte, Snac2, Mastodon, Pixelfed oder irgendeine andere der vielen verbundenen Möglichkeiten.

Seid konsequent, traut euch, habt Mut etwas zu ändern, Arsch hoch, es wird höchste Zeit.